Druckfeste Warmwasserspeicher sind geschlossene Trinkwassererwärmer, die unter dem Druck der Kaltwasserleitung stehen und deshalb mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgen. Sie arbeiten mit handelsüblichen Armaturen und benötigen am Kaltwassereintritt eine Sicherheitsgruppe mit Membransicherheitsventil. Drucklose Geräte versorgen dagegen nur eine einzige Entnahmestelle über eine Niederdruckarmatur.
Im Bestand hängt an dieser Unterscheidung die gesamte Installation: Wer ein offenes Gerät gegen einen geschlossenen Speicher tauscht, wechselt Armatur, Zulauf und Absicherung gleich mit. Elektro27 führt druckfeste Geräte von OGB, EVENES und POC vom 5-Liter-Untertischspeicher bis zum Standspeicher mit 400 Litern, dazu elektronische Durchlauferhitzer von Clage für dieselbe Aufgabe ohne Bereitschaftsvolumen.
Ein druckfester Warmwasserspeicher steht dauerhaft unter Leitungsdruck. Der Behälter ist zur Kaltwasserleitung hin geschlossen, nachströmendes Kaltwasser verdrängt das erwärmte Wasser zur Zapfstelle. Daraus folgen die drei Merkmale der Bauart: Versorgung mehrerer Entnahmestellen aus einem Gerät, freie Wahl der Armatur und die zwingende Absicherung gegen den Ausdehnungsdruck beim Aufheizen.
Offene Geräte sind dagegen zur Atmosphäre hin entlüftet. Die Niederdruckarmatur sitzt im Zulauf, das Ausdehnungswasser tropft während der Aufheizphase sichtbar aus dem Auslauf. Diese Bauform bleibt auf eine Zapfstelle beschränkt und verlangt die dafür vorgesehene Armatur. Die passenden Geräte führt die Kategorie drucklose Warmwasserspeicher für einzelne Zapfstellen.
Geschlossene Trinkwassererwärmer sind nach DIN 1988-200 mit einer Sicherheitseinrichtung auszurüsten. Die Baugruppe sitzt in der Kaltwasserzuleitung und vereint Absperrung, Rückflussverhinderer, Prüfventil und Membransicherheitsventil. Der Ansprechdruck darf den zulässigen Betriebsüberdruck des Behälters nicht überschreiten; die Abblaseleitung endet frei und beobachtbar über einer Entwässerungsstelle und wird nie abgesperrt. Ist der Ruhedruck der Installation zu hoch, gehört ein Druckminderer davor. Die dafür vorgesehenen Baugruppen stehen unter Sicherheitsgruppen für geschlossene Trinkwassererwärmer.
Das Volumen bestimmt die entnehmbare Menge, die Anschlussleistung die Aufheizzeit. Kleinspeicher mit 5 bis 15 Litern laufen einphasig an 230 Volt. Wandspeicher ab 50 Litern sind häufig wahlweise für 230 oder 400 Volt beschaltbar. Elektronische Durchlauferhitzer mit 18 bis 27 Kilowatt brauchen dagegen einen dreiphasigen Anschluss mit eigener Zuleitung; Anmeldung und Absicherung richten sich nach den Technischen Anschlussregeln Niederspannung.
Druckfest steht für die geschlossene Bauart: Der Behälter hält dem Druck der Trinkwasserleitung stand, statt zur Atmosphäre hin offen zu sein. Der Begriff beschreibt damit die hydraulische Einbindung, nicht die Druckstufe eines einzelnen Bauteils. Umgangssprachlich ist auch von einem druckfesten Boiler oder Warmwasserboiler die Rede.
Maßgeblich ist der zulässige Betriebsüberdruck des Behälters, den das Typenschild ausweist. Gängige Ansprechdrücke handelsüblicher Baugruppen liegen bei 6 und 10 bar. Die Anschlussweite richtet sich nach Speicherinhalt und Heizleistung. Eine Absperrung in der Abblaseleitung ist unzulässig.
Das entscheidet die Anschlussleistung, nicht die Literzahl. Kleinspeicher mit rund 2 Kilowatt sind häufig mit Anschlussleitung und Stecker ausgeführt und laufen am vorhandenen einphasigen Stromkreis. Größere Geräte werden fest angeschlossen; ob ein- oder dreiphasig beschaltet wird, gibt das Klemmenschema des Herstellers vor.
Ein Durchlauferhitzer erwärmt nur bei Entnahme und hat keine Bereitschaftsverluste, verlangt dafür aber eine hohe Anschlussleistung und eine darauf ausgelegte Zuleitung. Ein Speicher kommt mit kleiner Leistung aus. Ausschlaggebend sind das Gleichzeitigkeitsverhalten der Zapfstellen und die am Einbauort verfügbare Leistung.
Zu prüfen sind die Schutzanode emaillierter Behälter im vom Hersteller genannten Intervall, die Funktion des Sicherheitsventils durch Anlüften und der Verkalkungsgrad des Heizelements. Für Arbeiten am Behälter wird der Warmwasserspeicher abgesperrt und über den Entleerungsanschluss entleert, danach wieder befüllt und entlüftet.