Wetterschutzgitter für Lüftung und Abluft
Wetterschutzgitter sind Außenabschlüsse für Lüftungsleitungen, die Regen, Laub und Kleintiere fernhalten, ohne den Luftstrom wesentlich zu behindern. Sie sitzen an der Fassade vor Zu- und Abluftöffnungen von Einzelraumlüftern, Kanalventilatoren, Dunstabzugshauben und Anlagen der Wohnraumlüftung.
Für den Installateur entscheidet der Außenabschluss mit darüber, ob ein Lüfter seine Nennleistung erreicht. Ein zu kleiner freier Querschnitt erhöht Druckverlust und Strömungsgeräusch. Im Sortiment stehen dafür runde und eckige Ausführungen, Lufthauben, Außenverschlussklappen und das passende Einbauzubehör.
Bauformen für den Wetterschutz an der Lüftung
- Rund mit Stutzen – wird direkt in das Lüftungsrohr gesteckt und nach Nennweite ausgewählt
- Eckig – deckt einen Mauerdurchbruch ab, als eloxiertes Alu-Profil auch für den Mauereinbau
- Wetterschutz mit Lamellengitter – schräg gestellte Wetterschutzlamellen leiten Schlagregen nach außen ab
- Lufthaube und Ablufthaube – Abdeckung mit nach unten gerichteter Öffnung, als Wetterschutzhaube für stark bewitterte Fassaden, auf dem Dach als Dach-Lüftungshaube
- Außenverschlussklappe – schließt bei stehendem Lüfter selbsttätig und verhindert Rückströmung und Auskühlung
Material: Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl
Kunststoff ist leicht und korrosionsfrei, sollte an sonnenexponierten Fassaden aber UV-stabilisiert sein. Aluminium, eloxiert oder beschichtet, fügt sich in Putz- und Klinkerfassaden ein und bleibt formstabil. Edelstahl, im Sortiment als Wetterschutzgitter V2A eckig mit Stutzen und als Lüftungsgitter SMF 190, verträgt mechanische Belastung und häufige Reinigung, etwa an der Küchenabluft.
Insektenschutz und freier Querschnitt
Ein integriertes Fliegengitter hält Insekten aus der Leitung, verringert aber den freien Querschnitt und setzt sich bei Küchenabluft mit Fett zu. Für Dunstabzüge eignet sich daher eine Ausführung ohne feines Netz oder mit Klappe. An Zuluftöffnungen der Wohnraumlüftung lohnt der Insektenschutz, im Sortiment etwa als rundes Aluminiumgitter.
Anschluss an Rohr und Mauerwerk
Die Wandhülse WH 150 bildet den Durchgang durch das Mauerwerk, Teleskoprohre gleichen unterschiedliche Wandstärken aus. Das Gitter wird mit Stutzen in das Lüftungsrohr gesteckt oder über dem Durchbruch verschraubt. Das Rohr sollte leicht nach außen fallen, damit eingedrungenes Wasser abläuft.
Weiteres Lüftungszubehör
Häufige Fragen zu Wetterschutzgittern
Worin unterscheiden sich Wetterschutzgitter, Lufthaube und Außenverschlussklappe?
Das Gitter hält Regen über Lamellen zurück und bleibt dauerhaft offen. Die Lufthaube überdeckt die Öffnung und leitet die Luft nach unten, sie schützt bei Wind und Schlagregen besser. Die Außenverschlussklappe schließt bei stehendem Ventilator und verhindert Kaltluftrückstrom, was vor allem bei Abluft aus beheizten Räumen zählt.
Welche Nennweite ist die richtige?
Maßgeblich ist der Rohrdurchmesser des Lüfters, gängig sind Nennweiten wie 100, 125 und 150 Millimeter. Ein Abschluss mit kleinerem Anschluss als das Rohr drosselt den Volumenstrom. Bei eckigen Ausführungen zählt der freie Querschnitt, also die offene Fläche zwischen den Lamellen, nicht die Außenabmessung.
Welches Wetterschutzgitter eignet sich für Schlagregen?
An der Wetterseite halten Ausführungen mit Z-Lamellen oder eng gestellten Lamellen Schlagregen besser zurück als einfache Lochgitter. Noch geschützter ist eine Lufthaube mit Öffnung nach unten. In jedem Fall wird das Wetterschutzgitter mit leichtem Gefälle nach außen montiert, damit kein Wasser in die Leitung läuft.